Ich liebe Cheat Days! Wirklich! Ich wünschte, jeder außer mir würde sie machen.
Es klingt hart, aber es ist die Wahrheit.
In einer Welt, in der sich jeder Zweite selbst sabotiert, wird es für den Rest von uns erschreckend einfach, an die Spitze zu kommen. Die Latte fällt jeden Tag tiefer, weil die Masse auf ein Gefühl von Motivation wartet, das so unzuverlässig ist wie das Wetter.
Lass uns das Konzept kurz auf einen anderen Bereich übertragen, um zu sehen, wie lächerlich es eigentlich ist. Stell dir vor, du sprichst mit einem trockenen Alkoholiker oder einem Drogenabhängigen, der clean werden will.
Er sagt dir:
„Ich bin super diszipliniert. Montag bis Freitag rühre ich nichts an. Aber Samstag? Samstag ist mein Cheat Day. Da gönne ich mir richtig was.“
Klingt absurd? Ist es auch. Das Konzept funktioniert bei Sucht nicht, und es funktioniert auch nicht bei Erfolg.
Die meisten Menschen leben nach dem Prinzip Motivation. Sie handeln, wenn sie sich „danach fühlen“. Das Problem: Gefühle schwanken.
Disziplin hat nichts mit Gefühl zu tun. Disziplin ist eine Entscheidung.
Während der Motivierte sich noch fragt, warum er trotz „harter Arbeit“ (an 4 Tagen) nicht vorankommt, hast du ihn rechnerisch um das Siebenfache überholt.
Motivation ist ein billiger Dopamin-Kick. Es fühlt sich gut an, sich vorzunehmen, etwas zu tun. Aber wenn das Dopamin abflacht (und das tut es immer), bricht die Leistung ein.
Wer seine Emotionen und sein Dopamin nicht im Griff hat, wird sein Leben lang mit Motivation kämpfen.
Disziplin hingegen ignoriert den Dopamin-Spiegel. Sie entkoppelt das Handeln vom Fühlen.
Wenn du dich umsiehst, erkennst du das Muster überall. Die Leute warten auf den perfekten Moment. Sie warten auf den „Vibe“. Sie machen Cheat Days. Sie sabotieren ihren eigenen Zinseszinseffekt.
Für dich ist das eine gute Nachricht. Wenn du anfängst, Disziplin zu leben, hast du kaum noch Konkurrenz. Während die anderen auf der Achterbahn ihrer Gefühle fahren, ziehst du auf der Überholspur vorbei – ganz unspektakulär, Schritt für Schritt, jeden verdammten Tag.
„Einen Profi erkennt man nicht an der Leistung eines guten Tages, sondern an der eines schlechten!“ – Tim Grover